Zur Hauptnavigation / To main navigation

Zur Sekundärnavigation / To secondary navigation

Zum Inhalt dieser Seite / To the content of this page

Hauptnavigation / Main Navigation

Sekundärnavigation / Secondary navigation

Diplom Wirtschaftsmathematik

Inhaltsbereich / Content

Diplom Wirtschaftsmathematik

Zum WS 08/09 wurde das Studienprogramm des FB Mathematik komplett auf Bachelor-/Masterstudiengänge umgestellt. Eine Aufnahme des Studiums in den Diplomstudiengängen ist nicht mehr möglich.

Allgemeine Informationen

Die Wirtschaftsmathematik beschäftigt sich mit der mathematischen Modellierung von Problemen, die in der Betriebs- und Volkswirtschaft auftreten, und der Entwicklung von Lösungsverfahren für solche Modelle. Entsprechend den Bedürfnissen und Erkenntnissen unserer Zeit ist dabei unter "Wirtschaften" ein sehr großer Bereich zu verstehen, der neben dem traditionellen betriebs- und volkswirtschaftlichen Gewinnmaximieren und Kostenminimieren zum Beispiel auch ökologische oder soziologische Themen umfaßt. Nutzenrechnungen für Abfallbeseitigungsanlagen, Planung von öffentlichen Verkehrsmitteln, statistische Untersuchungen zum Waldsterben sind Beispiele solcher Themen, an denen in Kaiserslautern - unter intensiver Beteiligung von Studenten im Rahmen von Projekten, Praktika und Diplomarbeiten - gearbeitet wird.

Dabei stehen an mathematischen Disziplinen die mathematische Optimierung, die Kontrolltheorie und die Stochastik/Statistik im Vordergrund. Sie werden in Kaiserslautern sowohl in der Lehre als auch in der Forschung entsprechend berücksichtigt. Auch die Bereiche der reinen Mathematik, die in der Wirtschaftsmathematik eine große Rolle spielen, wie Wahrscheinlichkeitstheorie, Diskrete Mathematik/Graphentheorie und Geometrie sind in Kaiserslautern hervorragend vertreten.

Die TU Kaiserslautern ist eine der wenigen deutschen Universitäten, an denen man neben Wirtschaftsmathematik auch Technomathematik studieren kann. Für Studierende, die Wirtschaftsmathematik mit starkem Praxisbezug lernen wollen, ergibt sich hier ein ideales Umfeld, da sie zusätzlich zu der wirtschaftlich orientierten Ausbildung zumindest eine Grundausbildung in der technisch orientierten Mathematik erhalten können.

Das Studium

Der ideale Wirtschaftsmathematiker ist ein sehr guter Mathematiker, der zusätzlich über fundierte Kenntnisse in Informatik und Wirtschaftswissenschaften verfügt. Im Grundstudium unterscheidet sich deshalb der Studiengang Wirtschaftsmathematik im mathematischen Teil nicht von den beiden anderen Diplomstudiengängen (Mathematik und Technomathematik). Aus diesem Grund ist ein Wechsel zwischen den einzelnen Studiengängen bis zum Vordiplom relativ unproblematisch, solange das für Wirtschaftsmathematiker obligatorische Nebenfach Wirtschaftswissenschaften beibehalten wird.

Erst im Hauptstudium setzt innerhalb der Mathematik die Spezialisierung ein. Pflichtvorlesungen sind dabei die mathematische Optimierung und Stochastik/Statistik. Das Studium sollte sich jedoch nicht nur auf Spezialgebiete der Wirtschaftsmathematik beschränken, sondern sollte auch innerhalb der in Kaiserslautern angebotenen reinen und angewandten Mathematik relevante Vorlesungen und Seminare umfassen. Dadurch sehen die Studenten Querverbindungen innerhalb der Mathematik, die ihnen später ihre Arbeit erleichtern. Im Nebenfach Informatik liegt ein Schwergewicht auf der Kenntnis vorhandener und der Entwicklung von neuer Software und der Verwaltung von Daten. Beide Bereiche sind in der Wirtschaftsmathematik von großer Bedeutung.

Der Anteil der Studienleistungen (Vorlesungen und Seminare) und der Abschlußprüfungen (Vor- und Hauptdiplom) in Mathematik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften entspricht etwa dem Verhältnis 3:1:1.

Den Abschluß des Studiums bildet die Anfertigung der Diplomarbeit. Hintergrund der meisten Themen ist ein Problem aus der wirtschaftlichen Praxis. Je nach Interesse des Studenten kann dabei eine mehr oder weniger große Gewichtung des Praxisbezugs vorgenommen werden.

Nach erfolgreichem Abschluß der Diplomprüfung wird der akademische Grad "Diplom- Wirtschaftsmathematiker" verliehen. Besonders interessierte und qualifizierte Absolventen können anschließend eine Promotion zum Dr. rer. nat. anstreben.

Ziel des Studiengangs

Die Studierenden sollen befähigt werden, Möglichkeiten - aber auch Grenzen - der mathematischen Modellbildung bei wirtschaftlichen Problemen zu beurteilen, leistungsfähige mathematische Modelle zu entwickeln und diese in der Praxis umzusetzen. Dazu ist es nötig, Fragen, die in der Theorie und Praxis des Wirtschaftens auftreten, zu verstehen und mit adäquaten mathematischen Werkzeugen zu behandeln. Praktische Probleme werden dabei mit geeigneten Modellen mit Hilfe von Computern gelöst und die Lösung wird in einem wirtschaftlichen Umfeld formuliert und interpretiert. Das Umsetzen der Ergebnisse der Mathematik in die Praxis des wirtschaftlichen Umfelds ist Teil und wesentliches Ziel der Ausbildung. Insbesondere der letztere Bereich ist ein wichtiger Aspekt in der Wirtschaftsmathematik.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollten sich Studenten der Wirtschaftsmathematik während ihres Studiums intensiv mit allen drei Bestandteilen des Studiums, also der Mathematik, den Wirtschaftswissenschaften und der Informatik, auseinandersetzen und diese dabei nicht isoliert betrachten: Zur Erstellung eines Softwarepakets zur Lösung eines betrieblichen Problems ist meist ein tiefes Verständnis sowohl der mathematischen als auch der ökonomischen Grundlagen notwendig. Geübt werden kann dieses interdisziplinäre Denken durch Mitarbeit an Projektseminaren und Praktika, die gemeinsam mit außeruniversitären Institutionen durchgeführt werden.