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Wirtschaftsmathematik

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Was ist Wirtschaftsmathematik?

Die Wirtschaftsmathematik beschäftigt sich mit der mathematischen Modellierung von Problemen, die in der Betriebs- und Volkswirtschaft auftreten, und der Entwicklung von Lösungsverfahren für solche Modelle. Entsprechend den Bedürfnissen und Erkenntnissen unserer Zeit ist dabei unter "Wirtschaften" ein sehr großer Bereich zu verstehen, der neben dem traditionellen betriebs- und volkswirtschaftlichen Gewinnmaximieren und Kostenminimieren zum Beispiel auch ökologische oder soziologische Themen umfasst. Nutzenrechnungen für Abfallbeseitigungsanlagen, Planung von öffentlichen Verkehrsmitteln, statistische Untersuchungen zum Waldsterben sind Beispiele solcher Themen, an denen in Kaiserslautern - unter intensiver Beteiligung von Studierenden im Rahmen von Projekten, Praktika und Abschlussarbeiten - gearbeitet worden ist.

Dabei stehen an mathematischen Disziplinen die mathematische Optimierung, die Kontrolltheorie und die Stochastik/Statistik (inkl. der Finanzmathematik) im Vordergrund.

Wirtschaftsmathematik in Kaiserslautern

Die TU Kaiserslautern war eine der ersten deutschen Universitäten, die einen Diplomstudiengang Wirtschaftsmathematik ins Leben gerufen hat - die ersten Studierenden der Wirtschaftsmathematik begannen ihr Studium in Kaiserslautern bereits zum WS 1981/82.

Die oben genannten mathematischen Disziplinen werden an der TU Kaiserslautern sowohl in der Lehre als auch in der Forschung hervorragend vertreten. Gleiches gilt für die Bereiche der "reinen" Mathematik, die in der Wirtschaftsmathematik eine große Rolle spielen, wie Wahrscheinlichkeitstheorie, Diskrete Mathematik/Graphentheorie und Geometrie.

Einen ganz entscheidenden Vorteil bietet die enge Kooperation des Fachbereichs Mathematik mit dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), das sich als Ausgründung aus dem Fachbereich Mathematik mittlerweile zu einem der erfolgreichsten Fraunhofer-Institute entwickelt hat.

Das Studium

Der ideale Wirtschaftsmathematiker ist ein sehr guter Mathematiker, der zusätzlich über fundierte Kenntnisse in Informatik und Wirtschaftswissenschaften verfügt. Deswegen ist das Studium der Wirtschaftsmathematik an der TU Kaiserslautern in erster Linie ein mathematisches Studium.

Wer sich grundsätzlich für ein Studium der Wirtschaftsmathematik interessiert, kann sich an der TU Kaiserslautern zu Studienbeginn entweder in den Bachelorstudiengang Mathematik mit Anwendungsfach Wirtschaftswissenschaften oder in den (zum WS 16/17 neu eingeführten) von Beginn an spezialisierten Bachelorstudiengang Wirtschaftsmathematik einschreiben. Während des Bachelorstudiums muss als Vertiefungsrichtung Optimierung & Stochastik gewählt werden. Anschließend kann das Studium im Masterstudiengang Wirtschaftsmathematik (mit Schwerpunkt in einem der Gebiete Finanzmathematik, Mathematische Optimierung oder Statistik) oder in dem (zum WS 16/17 neu eingeführten) Masterstudiengang Finanz- und Versicherungsmathematik fortgesetzt werden (sofern die Kriterien zur Zulassung zum Masterstudium erfüllt sind).

Den Abschluss des Studiums bildet die Anfertigung der Masterarbeit. Hintergrund der meisten Themen ist ein Problem aus der wirtschaftlichen Praxis. Je nach Interesse der Studierenden kann dabei eine mehr oder weniger große Gewichtung des Praxisbezugs vorgenommen werden.

Besonders interessierte und qualifizierte Absolventinnen und Absolventen können anschließend eine Promotion zum Dr. rer. nat. anstreben.

Ziel der Ausbildung

Die Studierenden sollen befähigt werden, Möglichkeiten - aber auch Grenzen - der mathematischen Modellbildung bei wirtschaftlichen Problemen zu beurteilen, leistungsfähige mathematische Modelle zu entwickeln und diese in der Praxis umzusetzen. Dazu ist es nötig, Fragen, die in der Theorie und Praxis des Wirtschaftens auftreten, zu verstehen und mit adäquaten mathematischen Werkzeugen zu behandeln. Praktische Probleme werden dabei mit geeigneten Modellen mit Hilfe von Computern gelöst und die Lösung wird in einem wirtschaftlichen Umfeld formuliert und interpretiert. Das Umsetzen der Ergebnisse der Mathematik in die Praxis des wirtschaftlichen Umfelds ist Teil und wesentliches Ziel der Ausbildung. Insbesondere der letztere Bereich ist ein wichtiger Aspekt in der Wirtschaftsmathematik.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollten sich Studenten der Wirtschaftsmathematik während ihres Studiums intensiv mit allen drei Bestandteilen des Studiums, also der Mathematik, den Wirtschaftswissenschaften und der Informatik, auseinandersetzen und diese dabei nicht isoliert betrachten: Zur Erstellung eines Softwarepakets zur Lösung eines betrieblichen Problems ist meist ein tiefes Verständnis sowohl der mathematischen als auch der ökonomischen Grundlagen notwendig. Geübt werden kann dieses interdisziplinäre Denken durch Mitarbeit an Projektseminaren und Praktika, die gemeinsam mit außeruniversitären Institutionen durchgeführt werden.