Graduiertenkolleg "Mathematik und Praxis"
Am Fachbereich Mathematik der Technischen Universität Kaiserslautern wurde im Oktober 2001 das Graduiertenkolleg
der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet. Es hat eine Laufzeit bis September 2010.
Thematisch konzentriert sich das Kolleg auf die mathematische Modellierung, die Optimierung, die Prognose und die Steuerung technischer, ökonomischer und medizinischer Systeme.
Charakter und Ziele des Graduiertenkolleg
Mathematik hat in den letzten 20 Jahren eine neue Rolle gefunden. Sie ist zu einer Technologie geworden, die bei Design und Optimierung von Prozessen und Produkten eine Schlüsselrolle spielt. Diese Interdisziplinarität beruht auf einer engen Verbindung von Wissenschaft und Praxis, welche ein innovatives Konzept für unser Graduiertenkolleg darstellt.
Die Arbeit im Kolleg hat als mathematische Forschungsschwerpunkte: Mathematische Modellierung, Numerische Simulation, Optimierung, Prognose, Steuerung, wobei als Anwendungsbereiche technische, ökonomische und medizinische Systeme gewählt wurden.
Die Arbeiten aus diesen Bereichen werden einerseits von Professoren und Dozenten des Fachbereichs Mathematik und des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) betreut. Der Charakter des Kollegs wird entscheidend durch die Beziehung zur Praxis geprägt, so dass die Betreuung andererseits auch von in der Praxis tätigen Wissenschaftlern übernommen wurde. Diese Industriepartner, so genannte "assoziierte Mitglieder" unseres Graduiertenkollegs, die hinsichtlich ihrer Wissenschaftlichkeit ausgewiesen sind, beeinflussen sowohl Themen als auch das Studienprogramm, und unterstützen unsere Doktoranden insbesondere bezüglich der anwendungsorientierten Aspekte ihrer Arbeit.
Das Graduiertenkolleg hat als Hauptziel, einen Brückenschlag zwischen der akademischen Forschung und den Anforderungen der Praxis in wissenschaftlicher sowie in persönlicher Hinsicht zu erreichen. Die Zusammenarbeit mit den assoziierten Mitgliedern aus der Praxis wirkt befruchtend sowohl auf die mathematische Forschung, als auch auf den Wissenstransfer zwischen dem Kolleg und den beteiligten Firmen. Thematisch reflektieren die Fragestellungen der im Rahmen des Graduiertenkollegs durchgeführten Dissertationen mathematische Bereiche, die bei der Modellierung und bei der Modellauswertung praktischer Probleme aus der Technik, ökonomie und Medizin vorkommen und dem Wissenskanon der in Kaiserslautern vertretenen Mathematiker entsprechen. Hierzu gehören insbesondere: Theorie und Numerik gewöhnlicher und partieller Differentialgleichungen, System- und Kontrolltheorie, Zeitreihenanalyse, Neuronale Netze, Computeralgebra, Mathematische Optimierung und Operations Research, Stochastische Prozesse, Geomathematik und Approximationstheorie.![]()
Beteiligte Einrichtungen
Das Graduiertenkolleg ist organisatorisch am Fachbereich Mathematik der Technischen Universität Kaiserslautern angesiedelt. Im Bereich der Grundlagenforschung beteiligt sich daran auch das Fraunhofer ITWM in Kaiserslautern, während für die praktischen Aspekte der durchzuführenden Forschungsaktivitäten mehrere Firmen und Organisationen aus der Industrie beitragen.
Die zum Teil enge personelle Verflechtung zwischen dem Graduiertenkolleg und dem Fraunhofer ITWM auf Seite einiger Betreuer und Doktoranden macht das ITWM, neben dem Fachbereich Mathematik, zur zweitwichtigsten beteiligten wissenschaftlichen Einrichtung am Kolleg. Die Betreuung mehrerer im Rahmen des Graduiertenkollegs beschäftigter Doktoranden beruht auf einer engen Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsgruppen des Fachbereichs Mathematik und den Abteilungen des Fraunhofer ITWM.
Übersicht über die an dem Graduiertenkolleg beteiligten Arbeitsgruppen des Fachbereichs Mathematik:
Die Abteilungen des Fraunhofer ITWM, mit denen das Graduiertenkolleg thematisch und personell eng verzahnt ist:
Die Industriepartner des Kollegs arbeiten in der Forschung eng mit den (ordentlichen) Mitgliedern zusammen. Sie stehen den Doktoranden als Dozenten und fachspezifische Berater zur Verfügung und bieten generelle Unterstützung, übernehmen jedoch keine formale Promotionsbetreuung. Sie vertreten ihre Firmen insbesondere hinsichtlich der Aspekte ihrer Kooperation mit dem Graduiertenkolleg. Die folgende Liste umfasst ehemalige und aktuelle Industriepartner des Kollegs: